Sonntag, 5. Oktober 2014

Auch Pechvögel haben mal Glück...

Heute möchte ich nochmal ausführlich von meiner Klara berichten, die ja im Juni vom Sperber angegriffen wurde und trotz schwerer Verletzungen überlebt hat. 

der Pechvogel...13.Juni 2014 

Die ersten Tage nach dem Angriff verbrachte die Kleine in einem Karton im Vorraum des Stalls, sodass sie ihre Artgenossen zumindest noch hören konnte. Traumatisiert wie sie war, kriegte sie davon aber wohl eher weniger mit. Eigentlich stellte ich mich mental bereits darauf ein, sie bald erlösen zu müssen. Sie konnte weder Laufen noch Fliegen und kroch viel mehr durch die Gegend. Trotzalledem hatte ich jeden Tag das Gefühl, dass sich ihr Zustand ein klein wenig verbesserte. Jeden Tag säuberte ich die Wunden, löste die Krusten und salbte die Wundränder mit Zinksalbe ein. Ingesamt hatte sie zwei kleinere Verletzungen unter den Flügeln, ein tiefere am Bauch und natürlich (wie bereits bei meinem Gubor) ein Loch im  Kropf. Am schlimmsten war jedoch die Verletzung im Bauchbereich, die augenscheinlich relativ tief ging und zudem einen Nerv verletzt hatte. Aus diesem Grund zeigte sie am linken Bein auch keinerlei Greifrelex/ oder Reaktion und stand fortan nur noch auf einem Bein. Nach einiger Zeit rief sie schon wieder nach ihrem Klaus und wollte unbedingt aus dem Karton, wofür sie allerdings noch viel zu schwach war. Die Wunden zogen sich langsam zusammen, alles blieb schön trocken und eine Entzündung blieb aus*puhh*. Nach einigen Wochen kehrte das Leben langsam in ihr kleines Beinchen zurück. Zunächst konnte sie es nur minimal belasten, doch später ging es dann jeden Tag ein klein wenig besser. Mittlerweile schaffte es die Kleine sogar aus dem Karton zu klettern, denn sie wollte ja unbedingt zu ihrem Liebsten. Der erste Besuch im Taubenschlag fiel allerdings eher kurz aus, denn der chronisch untervögelte vereinsamte Klaus wusste gar nicht mehr wohin mit sich und seinen angestauten Hormonbergen. Doch je fitter Klara wurde, um so länger wurden auch ihre Besuche bei den anderen Tauben. Schlussendlich fand sie sogar wieder die Kraft zu fliegen und konnte endlich wieder zurück in ihr vertrautes Heim ziehen..
 
Heute ist der Lütten von dem Vorfall überhaupt nichts mehr anzusehen. Sie läuft und fliegt, als wäre nie etwas gewesen. Und wie sie ihr Taubenleben wieder in vollen Zügen genießt, so genieße ich es, ihr dabei zusehen zu können :-).

Kommentare:

  1. Ich mag Storys mit Happy End :o). Freu mich für die Lütten.
    En liebe Gruess
    Alex

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  2. Wie wundervoll -manchmal muss es auch gut ausgehen, oder?
    HG sendet Dir
    Birgit

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