Mittwoch, 13. März 2013

Du wirst fehlen....

Vor sechs Jahren kaufte ich meine Emma auf einem nahegelegenen Tiermarkt, sie war sehr eingeschüchtert und kannte nicht wirklich viel vom wahren Hühnerleben. Gras hatte sie anscheinend noch nie gezupft und noch nie unter ihren Füßen gespürt. Dann waren da noch die anderen Hühner, die ihr das Leben schwer machten und die verträumt, dusselige Emma nicht so recht akzeptieren wollten. Im Laufe der Zeit lebte sie sich schließlich ein und kam in den Genuss bis zum heutigen Tage ein schönes und für ihre "Rasse" der Legehybriden verhältnismäßig langes Hühnerleben zu führen. In  den letzten Tagen gefiel mit meine Emmschi so gar nicht, sie hatte Durchfall, wirkte apathisch und nahm auch nicht mehr so wirklich am eigentlichen Hühnerleben teil. Ich vermute ein tumoröses Geschehen im Bereich des Legeapparates, welches bei diesen, auf hohe Leistungen gezüchteten Hühnern relativ häufig vorkommt. Heute habe ich mich dazu entschlossen meine Emma zur erlösen, um ihr weiteres Leid zu ersparen.

Danke, meine kleine Dusseltante, für die schöne Zeit die wir mit dir haben durften....

Kommentare:

  1. Hallo Paultschi
    Oh je, das ist immer ein schwerer Schritt, aber es ist gut, dass wir den Tieren jeweils über die Brücke helfen können, damit sie nicht lange leiden müssen. Das mit der Überzüchtung kenne ich bei den Häschen auch. Die Schecken, wie Gandalf, sind leider für ihre Darmerkrankungen (hauptsächlich Verstopfung) bekannt und waseliwas für ein Problem habe ich mit dem Herrn Karnickel? Ja, genau, Verstopfung alle paar Monate, was für ihn sehr unangenehm und schmerzhaft ist. Die Züchter könnte ich manchmal einfach kloppen, sollen sie doch der Natur einfach ihren freien Lauf lassen. Man könnte meinen, dass man sich ja kein Zuchttier anschaffen muss, hab ich auch nicht, denn Gandalf stammt aus dem Tierheim und ist ne Mischung, aber da steckt ein grosser Teil Schecke drin und das Problem wurde frei Haus mitgeliefert.
    Emmchen war wirklich eine ganz süsse. Ihr Blick zeigt schon, dass sie eine etwas verträumte Schusseltante gewesen sein muss. So süss. Ich schicke Dir eine dicke fette Umarmung und hoffe, dass Dich ihre Kolleginnen etwas aufmuntern können.
    En liebe Gruess
    Alex

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    1. Hallo Alex,

      ich danke dir für deine lieben Worten :)
      Die Geschichte mit der Überzüchtung ist echt eine blöde Geschichte, aus diesem Grund war Emma auch meine letzte Hybride !!!

      liebe und dankbare Grüße
      Paultschi

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  2. Für ein Legehuhn war das aber wirklich ein respektables Alter. Solche Entscheidungen sind nicht leicht, aber manchmal nötig, wenn man die Verantwortung für ein Tier übernimmt. Zumindest hatte sie bei Dir noch ein richtiges Hühnerleben gehabt.

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    1. Oja, ein schönes Leben hatte die Gute hier :)
      Beim Tier hat man zumindest die Möglichkeit größeres Leid zu verhindern...

      lg Paultschi

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  3. Oh, da hab ich deinen BLog gerade erst gefunden und nun gleich so ein trauriger Post... Das tut mir sehr leid und ich kann mir gut vorstellen, wie du dich fühlst. Aber besser so als leiden... Ich wünsch dir trotzdem ein schönes WE mit einem lieben Gruß aus dem Waldhaus, Christine

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    1. Hallo Christine,

      schön, dass du hergefunden hast :)
      Ich hoffe du schaust mal wieder vorbei, dann sicherlich zu einem erfreulicherem Thema ;)

      Wünsche dir ebefalls ein schönes Wochenende ;)

      lg Paultschi

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  4. Es ist immer so traurig, wenn ein Huhn gehen muss. Aber es bleibt ein Trost: sie hatte ein schönes Leben bei dir. Und nur das zählt.

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  5. Auf der Suche nach Hühnerfotos bin ich gerade zufällig auf deinem Blog gelandet(Ps. der Blog ist toll!)Das mit deiner Emma tut mir leid! Sie hatte sicher ein tolles Hühnerleben.
    Vielleicht kann dich mein Gedicht (LiebelEI) auf meinem Blog ein wenig aufheitern!
    Liebe Grüße, Petra

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  6. Hallo Paultschi,
    6 Jahre ist ein langes Leben für eine Hybrid-Dame! Sie hatte es sehr gut bei Dir. Mehr kann ein Huhn sich nicht erträumen.
    Traurig ist es immer - und schwer ein Tier zu erlösen.
    So dusselige Tiere wachsen mir immer besonders ans Herz.
    Viele Grüße von Renate

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  7. Schön, dass du deine Emma erlösen konntest... ich kann sowas immer noch einfach nicht und muss in solchen Fällen immer meinen Mann oder bei dessen Abwesenheit auch schon einmal eine Nachbarin zu Hilfe holen!
    Wir haben auch 12 Hühner und einen Hahn... aber alles bunt durcheinander... eigentlich keine Rasse mehr... mir ist es wichtig, dass sie robust sind... sie müssen auch nicht jeden Tag legen, was sie auch nie tun würden ; ) Dafür sind sie "brutwütig" und machen jedes Jahr zwei bis drei Nester, die sie zum Teil abwechslungsweise bebrüten....
    So jetzt werde ich noch einen kurzen Streifzug durch deinen Blog machen und danach geht es wieder RAUS... ich bin ja nur drinnen zum Tee!
    Liebe Grüsse Brigitte

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  8. Hi Paultschi,
    schön wie du ihr Wesen beschrieben hast und wie sie sich gemacht hat :-)
    Ein schöneres Leben kann ein Huhn nicht haben. Es ist kein leichter Schritt so eine Entscheidung zu treffen, aber allemal besser als sie leiden zu lassen.

    Ruhe in Frieden liebe Emma!

    LG
    Heidrun

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