Sonntag, 3. März 2013

Gubors zweiter Geburtstag

Ich kann es immer noch kaum fassen, Gubor ist wieder da! Bevor es aber zur absoluten Verwirrung kommt, möchte ich euch kurz die ganze Geschichte erzählen. Am vergangenen Mittwoch war ich gerade im Stall am schaffen, da hörte ich plötzlich die Warnlaute meiner beiden Hähne. Kurz darauf kam Schoki in den Taubenschlag, doch wo war Gubor?


Am Himmel sah ich dann den Auslöser für die Unruhe, dass Sperberweibchen. Etwas weiter Oben sah ich nur noch meinen von Angst getriebenen Täuber davonfliegen, genau auf ihn hatte es der Sperber abgesehen. Einige Tage vergingen und kein Gubor war in Sicht. Ich hatte die Hoffnung bereits verloren, doch dann am Samstag, 4 Tage nach seinem Verschwinden, landete Gubor auf dem Dach unseres Haus. Ich hab gedacht, ich seh nicht recht. Ihr hättet Schoki und Gubor bei ihrem Wiedersehen sehen müssen, sie hörten gar nicht mehr auf miteinander zu turteln :) Sowas von herzig*schmacht*! Doch dann fiel mir eine verklebte Stelle an seinem Gefieder auf und bei genauerer Betrachtung kam darunter eine scheinbar oberflächliche Verletzung zum Vorschein. Wir säuberten die Wunde und gönnten ihm erstmal Ruhe. Heute freute ich mich darüber, dass der Hübsche schon deutlich fitter war, doch dann der Schock. Der Gute sitzt gerade vor der Tränke und nimmt ein paar große Schluck, doch das Wasser läuft zum Teil an der Seite einfach wieder heraus. Der Sperber hat ihn wohl doch erwischt und ihm dabei den Kropf aufgeschlitzt. Im Bereich des Kropfes besitzen Vögel nach meinem Wissensstand relativ wenig Nerven, sodass Gubor auch kaum schmerzbedingte Symptome zeigt. Jetzt heißt es jeden Tag säubern und desinfizieren und hoffen das die offene Stelle bald möglichst wieder zuwächst. Drückt uns die Daumen.....

Kommentare:

  1. Hej Paultschi,
    Ja, das tue ich, ich drück die Daumen!!!!

    Gruß
    Beate

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  2. Und wie wir das tun, lieber Paultschi. Oje, oje... muss das nicht noch ein Viechdoktor ansehen... kann man das ev. mit einem Stichlein verschliessen? Nix verstehen, keine Ahnung hab, aber reinquatschen, jaaaaaa, die hat man gern *lach*, aber Du weisst wie's gemeint ist.
    Hach, wäre das schön, wenn's der Kleine doch noch schafft. Wir sitzen auf allen Pfoten und Daumen. Übrigens, ich habe gestern eine Teilalbino Amsel fotografiert und werde sie dann demnächst mal posten. War hin und weg von dem Vogel, auch wenn er sich wie eine typische Amsel benahm: zanken, stänkern und dann wieder zanken. Bin gespannt, ob er sich nochmals zeigt.
    Hab eine gute Woche und betütle den Patienten schön.
    En liebe Gruess
    Alex

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    1. Hey Alex,

      leider ist Gubor ja erst vier Tage später wiedergekommen :( Da ist eigentlich nix mehr mit zunähen, soweit ich es in der Praxis gelernt habe. Heute sah die Wunde soweit schon ganz gut aus und Gubor ist allgemein auch relativ fit.

      Da bin ich aber gespannt auf die Bilder deiner Albinoamsel ;)
      Vielen Dank fürs Pfoten und Daumendrücken :)

      lg Paultschi

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  3. wie schön Paultschi! Ich drück Euch die Daumen. Die Natur hat oft große Heilkräfte. Er frißt ja wohl und das soll ein gutes Zeichen sein.
    bis bald wieder und viele Grüße von Renate

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  4. Klingt jetzt bißchen fies, aber falls es nicht von selber zugeht, den Wundrand nochmal aufreißen und dann nähen?
    Ich hatte hier ja mal ein Huhn mit Kropfverstopfung, und Geflügel hat diesbezüglich anscheinend wirklich wenig Schmerzempfinden - Madame lag beim Tierarzt auf dem Tisch, der angelte ihr Berge von altem Gras aus dem Kropf und Hühnchen hatte nix besseres zu tun, als alle "geklauten" Körner in Reichweite wieder aufzupicken. Vorher hatte ich die Aussage "die merken nix" nicht so recht geglaubt.
    Die Heilungskräfte beim Federvieh sind tatsächlich sensationell, aber damit was zuwachsen kann, müssen natürlich die Wundränder halbwegs an Ort und Stelle sein. Man kann ja momentan schlecht abschätzen, ob mit dem Loch genug Futter im Magen ankommt - hmm, vielleicht wiegen? Wenn er schnell abnimmt, würde ich ihn lieber zur Reparatur bringen.
    Auf jeden Fall drücken wir hier die Daumen.

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    1. Hey,

      die Stelle wächst zu :)Mache natürlich jeden Tag meine Kontrolle mit Säuberung und Desinfizieren ;) Genug Futter und Wasser scheint in jedem Fall anzukommen, da er komplett fit ist. Da er wie schon geschrieben so lange Weg war und die Wunde dementsprechend alt war, als er wieder zurückkehrte, schloss Zunähen für mich erstmal aus! Sonst hätte ich mit ihm in die Klinik fahren müssen und dafür fehlen mir einfach die finanziellen Mittel. Aber so wie es scheint, wendet sich alles zum Guten :)

      lg Paultschi

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  5. Ich hatte es ja schon im Forum gelesen das er wieder da ist.
    So schön und nun drücke ich auch feste die Daumen das er sich wieder berappelt!

    GLG
    Heidrun

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  6. Da kriegt der Spruch "der ist nicht ganz dicht" eine ganz neue Bedeutung! Ich drücke alle Daumen, dass es dem kleinen Kerl bald wieder gut geht und die Stelle richtig zuwächst.

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